Witwen am Start

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Witwen am Start

Wieder ein neuer Unglücksfall auf Lolwe Island! Wieder eine junge Mutter, deren Mann im Viktoriasee beim Fischen sein Leben ließ.
Am vergangenen Samstag wollten die vielen Witwen auf Lolwe Island sich versammeln, um gemeinsam den ersten Schritt heraus aus ihrer leidvollen Situation zu planen. Da erschütterte ein neuer Unglücksfall die Insel.
Ein junger Mann, Vater, Sohn, Bruder, verlor sein Leben beim Fischen.
Illegal muss er es tun, um dem See, der so schnell aufbrausen und unerbittlich werden kann, das bisschen Fisch abzuringen, das er zur Ernährung seiner Familie benötigt. Er darf es nicht bei Tage tun, da die Fangquoten an die reichen Großmächte vergeben sind. So fährt er nachts heraus, bei Wind und Wetter. Und viele kommen nicht zurück. Wie auch dieser junge Mann.
Eine weitere Beerdigung. Wieder einmal Trauer und Leid auf der Insel. Aber auch viel Mitgefühl für die junge Witwe des Fischers.
So musste das erste Treffen der Witwen, initiiert durch PUC und organisiert durch unsere Partner an der Shadrob Junior School und finanziell unterstützt durch eine private Spendenaktion, verschoben werden.
Gestern nun fand es statt. Auch die Führungskräfte aus den sieben Dörfern waren dabei.
Die Witwen beschlossen, ein gemeinsames Geflügelprojekt zu entwickeln und aufzubauen. Das Startkapital dafür wird ihnen PUC zur Verfügung stellen.Die teilnehmenden Witwen einigten sich auf einen Namen für den Verein: „Lolwe Island Widows Association“ (Witwenvereinigung der Insel Lolwe), abgekürzt: LIWA. Sie beschlossen, noch in dieser Woche mit dem Bau zu beginnen; die Vorsitzende der Witwengruppe hat sich bereits mit dem Bauunternehmer getroffen.
Die Frauen drückten ihre herzlichsten Grüße und ihren Dank für die großartige Unterstützung, die PUC auf der Insel Lolwe initiiert hat, aus und versprachen, hart zu arbeiten, um die Spender nicht zu enttäuschen.
Sie sagen: „Webale nyo, nyabo! (Vielen Dank.)