Als die Schule endlich in das neue, hochgelegene Gebäude umzog, schien ein neuer Abschnitt zu beginnen. Hoffnung lag in der Luft. Die Klassenzimmer waren trocken, das Lernen ungestört – ein großer Fortschritt nach den schweren Zeiten, in denen Überschwemmungen das Lernen erschwerten. Doch nicht alle Sorgen blieben draußen vor der Tür.
Schulleiterin Florence Were berichtete mit bewegter Stimme von einer jungen Mutter, deren Leben plötzlich aus den Fugen geriet. Ihr Mann war gestorben – sie stand nun allein da, mit vier Kindern und ohne Einkommen. Die Schulgebühren waren für sie unerschwinglich geworden. Doch Florence konnte nicht zulassen, dass diese Kinder ihre Zukunft aufgeben. Sie sagte: „Was würde sonst aus den vier Kindern werden? Sie würden auf der Straße landen!“
Also traf sie eine mutige Entscheidung: Die Kinder durften weiterhin zur Schule kommen. Gleichzeitig entstand ein Plan, der über bloße Hilfe hinausging. Mit Unterstützung der Organisation PUC und dank des Engagements der Praktikantin Hannah, die eine eigene Spendenkampagne ins Leben rief, erhielt die Mutter die Möglichkeit, eine Ausbildung zur Schneiderin zu machen. Nun kann sie selbst für ihre Familie sorgen – und für die ermäßigten Schulgebühren, die Florence weiterhin ermöglicht.
Es ist ein kleines Wunder aus Mitgefühl, Tatkraft und Solidarität. Und ein Zeichen dafür, dass Bildung nicht nur in Büchern stattfindet, sondern auch im Handeln füreinander.


