Wir haben unser Ziel erreicht: Der Dachstuhl des ersten Klassenraums ist fertiggestellt, und auch der Korridor in der Mitte wird schon bald überdacht sein. Ein weiterer Dachträger liegt vor den Klassenräumen und kann problemlos reproduziert werden. Die Rückseite des Korridors erhält ein (Achtung, liebe Hands-on 25 Freunde: Es folgt ein Triggerwort) „Filtermauerwerk“ und die Fensterbrüstungen werden noch um eine Reihe aufgemauert.
Die lokalen Baumeister und die Schulleitung haben die Dachkonstruktion als „very strong, we don’t worry about strong winds anymore“ abgesegnet. Besonders die Verankerung im Mauerwerk hat die Einheimischen überzeugt. Es hat mich ehrlich gesagt sehr gefreut, denn dies war eine Version, die wir bisher noch nicht umgesetzt und erprobt haben.
Storytelling am Morgen
Dienstagabend gab es nach einem späten Abendessen in den Räumen der Schule noch ein wohlverdientes Feierabendbier am Lagerfeuer. Danach packte ich schnell meine Taschen, denn am nächsten Morgen ging es früh weiter.
Für Mittwochmorgen hatte ich mich mit einem „Grandfather“ zum „Storytelling“ verabredet. Um 6:15 Uhr wurde ich von Kepha abgeholt – dem Boda Boda-Fahrer meines Vertrauens. Er brachte mich zum Sonnenaufgang zu einem Architektur-Fotoshooting und danach ging es mit Shadrach Jr. (Sohn des Direktors) zur Geschichtsstunde. Ich lernte viel über Migration, die Folgen der Kolonisation, den Wandel der Natur auf der Insel, die Fischerei und den Glauben der Menschen hier.
Das Dach ist fast fertig
Nach einem kurzen Frühstück (Tee, Kochbanane und frisches Obst) im Büro von Robinah ging es an den letzten Arbeitsschritt: das Eindecken des Dachs.
Die Schulleitung entschied sich für ein rot/braunes Trapezblech, was hier auch mit Status verbunden ist. Die ersten Bleche wurden etwas mühsam, aber dafür sehr akkurat auf das Dach gesetzt. Balondmu (der Baumeister) richtete das erste Blech mit seinem Team akribisch aus, kürzte bei Bedarf noch die Sparren oder die Dachlattung und setzte dann erst die ersten Nägel.
Dankbarkeit
Zum Abschluss gab es eine kurze Zeremonie, bei der gemeinsam gesungen und gebetet wurde. Jeder durfte ein paar Worte sagen, und die Kinder kamen mit jeder Minute ein kleines Stückchen näher, um mit mir eine „GhettoFaust“ (Bokkeeee) zu machen oder einfach so abzuklatschen. Ein zuckeriger Moment, der mir sehr viel bedeutet hat.
Dann wurde es ein bisschen stressig, denn wir mussten noch schnell zum Cottage, um unsere Sachen abzuholen, und anschließend zur Fähre. Jetzt bin ich auf der Fähre zusammen mit Peter und Abdullah, und es geht zurück Richtung Entebbe. Erster Stop: Jinja.
Christine

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