Im Mai 2017 trafen wir Florence Were, die engagierte Schulleiterin Trans Nursery and Primary School (Vor- und Grundschule) in Iganga, zum ersten Mal persönlich. Nach Wochen des Mailkontakts standen wir nun vor der Schule – einem Ort voller Hoffnung und Herausforderungen.
Bei unseren Besuchen sprachen wir offen mit der Schulleitung und allen Lehrkräften über die schwierige Situation: Nur etwa 30 % der Eltern zahlen Schulgebühren. Viele Väter sind abwesend, die Mütter kämpfen allein – für Essen, Kleidung, Bildung. Die Folge: Viele Kinder können die Schule nicht beenden. Oft fehlen sogar Hefte oder Stifte. Für ein Frühstück zahlen nur wenige Familien, ein warmes Mittagessen ist für fast alle unerschwinglich. Manche Kinder sind bis zu zwölf Stunden ohne Nahrung.
Trotz allem empfing uns eine Schule voller Leben. In einer spontan einberufenen Lehrerkonferenz diskutierten wir gemeinsam Lösungen – offen, herzlich, mit spürbarem Willen zur Veränderung. Die Begeisterung der Kinder und der Mut der Lehrer rührten uns tief.
Deshalb handeln wir. Unser erstes Ziel: Jedes Kind soll täglich ein Frühstück bekommen. Für nur 1 € im Monat können wir allen Kindern Porridge anbieten. Schritt zwei: Mittagessen für alle – sobald es die Spendenlage erlaubt. Mit frei werdenden Geldern kann die Schule sanitäre Anlagen verbessern, Mobiliar anschaffen und ein sicheres Umfeld schaffen. Außerdem zahlen wir jedem Lehrer 10 % mehr Gehalt – weil gute Bildung gute Lehrer braucht.
Denn wir glauben: Kein Kind sollte hungrig lernen müssen.




