Die Witwen Insel

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Die Witwen Insel

Hoffnung über dem Wasser: Unsere Reise nach Dolwe Island

2025: Die Reise nach Dolwe Island ist mühsam. Die Fähre fährt nur viermal pro Woche, überfüllt mit Menschen, Waren – und Hoffnung. Zwischen lebenden Hühnern, Bananenstauden und erschöpften Müttern gibt die Überfahrt einen Einblick in das harte Inselleben – geprägt von Armut, Krankheit und Verzweiflung.

Doch die Hoffnung hat einen Namen: Shadrob Junior School.

Vor zwei Jahren lernten wir dort 80 Kinder kennen – hungrig, auf staubigem Boden sitzend. Heute, dank der Unterstützung von PUC, besuchen 180 Kinder die Schule, bekommen täglich eine warme Mahlzeit und lernen in sichereren Räumen. Stolz präsentiert die Schule das einzige gemauerte Toilettengebäude der Insel – feierlich eingeweiht mit Musik, Tanz und Tränen der Freude.

Aber die Freude ist bedroht. Neue staatliche Vorschriften verlangen feste Schulgebäude – doch private Schulen erhalten keine Hilfe. Ohne schnelle Unterstützung droht der Verlust der Schullizenz. Gemeinsam mit Architekt:innen aus Münster wollen wir das verhindern.

Doch hinter den Mauern der Schule verbirgt sich ein größeres Drama. Internationale Konzerne kontrollieren den Fischfang auf dem Viktoriasee. Die Inselmänner, in die Illegalität gedrängt, fischen nachts unter Lebensgefahr. Jeden Monat sterben zwei bis drei von ihnen. 2.000 Witwen leben heute auf der Insel.

Der Fischfang ist die einzige Einkommensquelle. Bleiben die Netze leer, bleibt auch die Schulkasse leer. Rektorin Robinah hofft auf den Mai – auf volle Netze, um ihre Lehrer zu bezahlen.

Mit eurer Hilfe können wir aus zarter Hoffnung echte Zukunft machen.